Du kannst Major Sophie Decker's gerechtigkeit nicht entkommen

Ein betrunkener Beamter der US-Botschaft in Berlin verliert die Kontrolle über sein Fahrzeug und tötet sechs deutsche Kinder auf einem Spielplatz. Als klar wird, dass der Mann auf sein Recht nach diplomatischer Immunität bestehen wird, um straffrei davonzukommen, ist das mehr, als die Deutsche Kanzlerin Claudia Meyer tolerieren kann. Da der Diplomat von einem korrupten Botschafter gedeckt wird, bleibt der Chefin der Spionageabteilung 89, Major Sophie Decker, nichts anderes übrig, als herauszufinden, in welche Machenschaften der widerspenstige Botschafter verstrickt ist und dieses Wissen zu verwenden, damit die diplomatische Immunität aufgehoben wird.

Doch als die Gemüter sich erhitzen und die Deutsche Öffentlichkeit sich gegen die US-Botschaft wenden muss die Kanzlerin eine Entscheidung treffen: Wird sie wenn des Todes von sechs Kindern einen offenen Krieg mit den USA riskierten und deren Hoheitsgebiet verletzen?

Eine Auswahl der Amazon Kritiken:

„Die habe sie ist eine reine Freude. Ich war sofort wieder auf Amazon, um mir mehr von Mark O‘Neill zu kaufen.“
„Echt gut geschrieben. Die Bücher machen richtig Spaß. Kann ich mir worksheets weiter empfehlen.“
„Es kommt noch of vor, dass ich ein Buch an Stück durch lese, aber ich war bei diesen so gefesselt, dass ich es sprichwörtlich nicht weglegen konnte!“
„Ein Tiroler mit atemberaubenden Tempo an der ersten Seite. Voll von Twists und Handlungsweindungen, die dafür sorgen, dass man dran bleibt. Die Serie wird von Buch zu Buch einfach immer besser.“
„Total fesselnd. Tolles Buch. Die haben Abteilung 89 Bücher sind spannend und vollgepackt mit Action. Ich liebe Sophie Decker.”
„Wieder ein Abteilung 89 Thriller voll halsbrecherischer Action. Von der ersten Seite kenne Chance, Luft zu holen. Kommt das noch mehr? Hoffentlich ja!!“
„Super konstruierte Storys, die superschnell voranschreiten und die man einfach zuende lesen muss.“

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Jack Davenport war sehr betrunken. Und obwohl es noch nicht einmal Mittag war, hatte er das Gefühl, dass ihm das heute zustand.

Nach fast fünf Jahren als Führungsbeamter der US-Botschaft in Berlin hatte er gedacht, es sei Zeit für eine Beförderung. Also hatte er eine Bewerbung geschrieben – in der Gewissheit, der Job wäre ihm sicher. So wie er das heute sah, war er allerdings ein Opfer von Political Correctness geworden – die Stelle ging an eine farbige Frau, die Davenport noch nicht einmal für qualifiziert hielt. Er hatte seinem Boss ins Gesicht gesagt, dass er sich nicht an Brüste als Einstellungskriterium erinnern konnte und war aus dem Büro gestürmt. 

Das war auch der Punkt, an dem er sich entschieden hatte, heute krank zu machen und stattdessen Trinken zu gehen. Sich selbst hatte er ursprünglich beteuert, es würde bei ein paar Drinks bleiben, aber – wem sollte er etwas vormachen? Er wusste, es würde nicht bei ein paar bleiben. Und es wurde immer mehr. Und nie etwa Wein oder Bier, sondern die harten Sachen. Sachen, mit denen man Farbe von Wänden hätte ablösen können.

Ob er sich das zugeben mochte oder nicht, es war seine Vorliebe für Alkohol gewesen, die ihm in Wahrheit seinen Job gekostet hatte. Im Moment war er allerdings rationalen Argumenten wenig zugänglich. Sein Gehirn war fest in der Hand von anderthalb Flaschen Wodka und seine Fortbewegung dementsprechend.

Er war trotzdem der Ansicht, dass es eine gute Idee war, nach Hause zu fahren.

Nachdem er sein Auto mit einigen Mühen gefunden hatte, fischte er die Schlüssel aus seiner Tasche und drückte den Knopf. Die Hupe tönte zweimal, die Lichter blinkten und die Türen machten das bekannte Geräusch beim Entriegeln. Instinktiv sah sich Davenport um, ob er beobachtet würde. Da er niemanden entdecken konnte, nahm er auf dem Fahrersitz platz und drehte den Schlüssel um. Der Motor heulte auf und Davenport fuhr los.

Es dauerte nur ein paar Querstraßen, bis Davenport zu der Einsicht kam, dass Auto zu fahren wahrscheinlich keine seiner besseren Ideen gewesen war. Seine Sicht verschwamm und seine Hände begannen zu zittern. Sein Mund war trocken und er versuchte, seine Lippen mit einer trockenen Zunge zu benetzen. Was dann passierte, geschah so schnell, dass er es später nicht vollständig erklären konnte.

Er sah vor sich etwas aufblitzen, eine Bewegung und dann einen Körper, der durch seine Windschutzscheibe geflogen kam. Im Scherbenregen riss Davenport das Steuerrad in blinder Panik nach links. Plötzlich spürte er, wie sein Auto mit hoher Geschwindigkeit den Bürgersteig rammte und mit etwas zusammenstieß, dass sich wie ein Holzzaun anhörte. Die Schreie wurden lauter und weitere Körper kollidierten mit der Windschutzscheibe. Zu seinem Entsetzen erkannte Davenport, dass es sich um Kinder handelte. Durch das blutverschmierte Glas sah er wie sein Auto plötzlich zum Stehen kam.

Mit wackeligen Beinen und Adrenalin, das in Strömen durch seine Glieder schoss, öffnete Davenport die Türe. Vor ihm tat sich ein Bild der vollständigen Zerstörung auf. Er war in den Pausenhof einer Schule gerast. Überall lagen Kinder entweder bewegungslos am Boden, lagen verletzt und weinend da oder rannten unverletzt und in Panik schreiend davon.

“Oh Gott,” flüsterte Davenport. “Nein, nein, nein…”. Später konnte er nicht wirklich erklären, weshalb er begonnen hatte, zu laufen, er tat es einfach. Er wankte vom Gelände der Schule und torkelte die Straße entlang. Die Schwere seiner Tat hatte mit dem Alkohol in seinem Gehirn kurzen Prozess gemacht und er war wieder klar.

Ein paar Straßen weiter hielt er ein Taxi an und sagte zu dem Fahrer: “Zur amerikanischen Botschaft, bitte. Schnell”.

* * *

Jack Davenport hatte es bis zur Botschaft geschafft und war ohne Umwege direkt bei seinem Chef aufgeschlagen. „Ist der Botschafter da?“, fragte er die Sekretärin.

„Ja, Mr. Davenport, aber er telefoniert gerade.“ Ihre Stimme verstummte, als er sich an ihr vorbei zwängte und die Türe zum Büro des Botschafters öffnete.

Botschafter Danny Jacobson saß an seinem Schreibtisch, auf dem er seine Füße nur in Socken verschränkt hatte. Den Telefonhörer balancierte er auf seiner Schulter, während er seine Fingernägel säuberte. 

„Dann wird Ihnen da leider nichts anderes übrig bleiben“, sprach er eben in das Telefon, als er Davenport bemerkte und die Augenbrauen hob. „Ich muss Sie zurückrufen.“

Er legte auf. „Wissen Sie, Jack, an einer verschlossenen Türe klopft man normalerweise.“ Dann bemerkte er, in welchem Zustand sich Davenport befand. „Was zur Hölle ist mit Ihnen passiert?“ Als Davenport ihm von seinem Morgen berichtete, wich sämtliche Farbe aus Jacobsons Gesicht. „Sie haben Ihr Auto dort gelassen? Mit dem diplomatischen Kennzeichen? Sie Vollidiot. 

Jetzt müssen wir Sie außer Landes schaffen. Sie müssen diplomatische Immunität geltend machen und wir schaffen Sie raus.“

„Ich habe Kinder getötet“ schluchzte Davenport.

„Und die CIA Millionen Dollar gekostet“, erwiderte Jacobson scharf. Er stand auf und schlug mit der Faust auf den Tisch. „Ich habe keine Lust, dass mir diese Sache das Rückgrat bricht. Eine polizeiliche Ermittlung gegen Sie wird Ihre Aktivitäten zutage fördern. Wir müssen die Ermittlungen also im Keim ersticken.“

Davenport nickte wie betäubt. „Wie sollen wir vorgehen?“

„Erstmal machen wir gar nichts“, meinte Jacobson. „Wir warten, bis die Polizei zu uns kommt. Wir müssen ihre Arbeit ja nicht unbedingt leichter machen.“

* * *

Wie sich herausstellte, dauerte es nicht lange, bis die Polizei ankam. Als klar wurde, dass das Auto sich im Besitz eines Diplomaten befand, ging der Fall ans BKA über. Der Beamte des Bundeskriminalamts, der mit dem Fall betraut wurde, war einer seiner neuesten Rekruten, Oberkommissar Christian Fischer, früher Beamter bei der Berliner Polizei.

Fischer war von Kanzlerin Meyer auf Empfehlung von Major Decker zum BKA versetzt worden. Decker war eine Verfechterin davon, Loyalität und Kompetenz zu würdigen, und trotz anfänglicher Zweifel an Fischer, schätzte sie ihn mittlerweile sehr. Also brachte sie ihn in eine Position, in der er wachsen und Gutes tun könnte.

Jetzt stand er begleitet von zwei Kollegen vor der amerikanischen Botschaft und erklärte zwei Wachposten der US Marines, dass er mit einem Haftbefehl für Jack Davenport gekommen war. Während der eine Marine mit der Botschaft telefonierte, wahrte der andere ungebrochenen Augenkontakt mit Fischer, als wollte er ihn daran erinnern, auf wessen Boden er sich befand. Fischer hielt seinem Blick stand.

Nach einiger Zeit verließ ein mittelrangiger Diplomat das Gebäude und streckte den Beamten seine Hand entgegen.

“Den Haftbefehl, bitte.”

Fischer überreichte das Dokument. “Befindet sich Mr. Davenport in der Botschaft?”

Ohne auf die Frage zu antworten, studierte der Diplomat das Dokument minutiös, als wäre er entschlossen, einen Fehler zu finden, der Fischer seine Beute kosten würde. Mit einem Seufzen hob er den Kopf.

“Ja, Mr. Davenport ist in der Botschaft.”

“Würden Sie ihn bitte herausbringen?”

“Tut mir leid”, sagte der Diplomat, “aber Mr. Davenport hat die Absicht, diplomatische Immunität geltend zu machen und das Land umgehend zu verlassen”.

Voller Wut starrte Fischer dem Mann lange ins Gesicht. “Und wer genau sagten Sie noch, sind Sie?”

“Der Kulturattaché.”

“Natürlich sind Sie das. Auch wenn Ihnen CIA ins Gesicht geschrieben steht. Ich möchte den Botschafter sprechen.”

“Der Botschafter befindet sich in einer Besprechung.” antwortete der Diplomat naserümpfend.

“Wenn Sie mich nun entschuldigen…”

“Sie entschuldigen?” erwiderte Fischer ungläubig. “Der Mann hat heute sechs Kinder getötet. Glauben Sie allen Ernstes, ich lasse ihn hier einfach aus dem Land spazieren, ohne dass er sich dafür verantworten muss?”

“Laut dem Wiener Übereinkommen kann er das tatsächlich”, sagte der Diplomat. “Auf Wiedersehen.”

Einen langen Moment später drehte sich Fischer zu seinen Kollegen um. “Rufen Sie eine handvoll Wagen her und machen Sie die Einfahrt dicht. Kein Fahrzeug kommt raus. Bei der ersten Beschwerde, und die werden sie schnell kriegen, sagen Sie, das Auto ist kaputt. Zögern Sie soviel Zeit wie möglich heraus. Ich brauche hier jemand mit einer höheren Gehaltsstufe.”

Fischer entfernte sich ein paar Schritte von seinen Kollegen und rief eine Nummer an, die Decker ihm gegeben hatte. Er sollte sie nur in dringenden Notfällen benutzen. Der Tod von sechs Kindern schien im dringlich genug.

Das Telefon klingelte zweimal, bis jemand abhob.

“Ja?” antwortete Hans Unterwald.

Books in this Series

Abteilung 89 Boxset Bücher 1-3
Staatsfeind O'Neill
Das Gold der Reichsbank
Executioner abteilung 89
Unantastbar
Das Kind Des Killers
das beethoven syndrom
der verräter
Botschafter des Friedens

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